Der Kampfgeist stimmte – das Ergebnis nicht

Handball, Landesklasse Männer: SV Eintracht Wiefelstede – HSG Emden 28:27

Wiefelstede. Hochmotiviert sind die Handballer der HSG Emden nach Wiefelstede gefahren, war ihnen doch bewusst, wie wichtig ein Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sein wird. Am Ende stimmte der Kampf der Emder, das Ergebnis allerdings weniger: Mit 27:28 verlor die HSG bei der Eintracht.

Bis zur Mitte der ersten Halbzeit ist es den Emdern gelungen, das Spiel offen zu gestalten. Das 6:6 durch Ron Gerstmann in der 12. Minute gelang durch eine gute Einzelaktion. Dann standen die Emder in der Abwehr unkonzentriert, und der Gastgeber nutze die Schwäche aus und ging innerhalb von nur drei Minuten mit 9:6 in Führung. Es blieb allerdings ein enges Spiel, denn die Emder Mannschaft investierte wieder mehr in die eigene Abwehr und erkämpfte sich bis zur 25. Minute durch Tore von Diechmann, Schmiga und den überragenden Gerstmann ein 14:14. Drei hochkarätige Chancen ließen die Gäste allerdings bis zur Pause liegen und die Eintracht nutzte das ihrerseits, um zum Halbzeitpfiff mit einem 19:15-Vorsprung in die Kabine zu gehen.

HSG-Trainer Gustav Lammers war vor allem darüber verärgert, dass sich sein Team für guten Aktionen nicht belohnt hat und nun einem Rückstand hinterherlaufen musste. Und als ob diese verworfenen Chancen einen Bruch ins Spiel der Emder brachte, ging es nach der Pause nicht gut weiter. In der 42. Minute führten die Gastgeber mit 25:18. Lammers nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen. „Leider war die Auszeit viel zu früh”, sagte er.

Auch danach gelang es seiner Mannschaft nicht, wieder richtig ins Spiel zu kommen. Zwar gelangen Abels, Sikken und immer wieder Gerstmann sehenswerte Tore, aber der Gastgeber behielt seine Führung bis zur 51. Minute(28:22). „Was dann passierte, ist für diese gesamte Saison typisch für unser Spiel”, sagte Lammers. Die Abwehr stabilisiert sich, Torhüter Thorsten Büscher hielt fast alle Bälle, und das gesamte Team glaubte an sich. Tor um Tor holt die HSG Emden, Dennis Schmiga traf in dieser Phase alles. Das 28:27 durch Sikken und der 58. Minute war die logische Konsequenz. Und der folgende Angriff der Gastgeber blieb in der starken Deckung der Emder hängen, die HSG kam doch noch einmal in Ballbesitz. Es wurde alles in die Waagschale geworfen und ein siebter Feldspieler gebracht. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr. ddv

HSG Emden: Büscher, Schröder, Termöhlen (1), Sikken (4), Bjerkness, Gerstmann (9), Abels (3), Diechmann (4), Fabian Behrensdorf, Eilers, Schmiga (4), Rietz (1), Florian Behrensdorf (1)

Emder Zeitung vom Mittwoch, 30. Januar 2019

 

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