Fußball satt in Borssum

Jugend-Turnier Weert-Ihnen-Cup: Auch die 10. Auflage war ein voller Erfolg

Turnierluft schnuppern, den ganzen Tag mit der eigenen Mannschaft auf Tour, dazu Gegner, auf die manche Teams nicht treffen, und dann auch noch – bis auf eine kleine Ausnahme – strahlend schönes Wetter: Das alles hat einmal mehr der sogenannte Weert-Ihnen-Cup für Jugendmannschaften in Borssum geboten. An vier Tagen gab es bei der 10. Auflage eines der größten Jugendturniere Norddeutschlands Spiele, Fußballer und Menschen satt am Birkenweg. Das etwa 30 Helfer umfassende Team um Cheforganisator Thomas ten Hove stemmte erneut diese Mammutaufgabe. Denn nicht nur das ganze drumherum muss organisiert und mit Leben gefüllt werden, immerhin haben beispielsweise von Freitag auf Samstag 119 Spieler, Trainer und Betreuer in der Sporthalle am Emsstadion übernachtet. Und die bekamen am Samstagmorgen dann auch ein Frühstücksbuffet präsentiert.

Dass nicht nur das Turnier an sich einen hohen Stellenwert genießt, zeigt beispielsweise die Mannschaft aus Alfeld. Die Trainer der D-Jugend organisierten gleich ein Trainingswochenende in Emden. Übernachtet haben sie alle in der Jugendherberge, durften auf dem Kunstrasenplatz des Eintracht Emden JFV trainieren. Auch da gaben die Borssumer etwas Hilfestellung beim Organisieren. Drei E-Jugendmannschaften, die bereits am Freitag anreisten, organisierten untereinander schnell ein Blitzturnier. Auch das ist beim Weert-Ihnen-Cup und seinen Organisatoren kein Problem.

Alles richtig gemacht haben die Borssumer auch mit der Absage des Betriebsmannschaften-Turniers und das der C-Junioren. Denn durch das regnerische Wetter in den vergangenen Wochen haben die Plätze arg gelitten. „Und wir wollten mit der Absage der beiden Turniere verhindern, dass der Birkenweg nach dem Turnier wie ein Acker aussieht”, sagte ten Hove, der voll des Lobes für die Platz-Verantwortlichen war. „Ohne unseren Platzausschuss und die Rentnerband würden die Spielfelder hier nicht so gut aussehen.”

Nach dem G-Jugendturnier am Donnerstag waren die Torräume und teilweise auch große Flächen arg in Mitleidenschaft gezogen. Es hatte um kurz nach 12 Uhr angefangen, wie aus Kübeln zu regnen. Das Turnier wurde für rund eine Stunde unterbrochen, Titelverteidiger SG Egels-Popens, die SpVg Aurich, der VfB Germanis Wiesmoor und auch das Team von Rot-Weiß Emden schienen nicht damit gerechnet zu haben, dass es weitergeht und zogen schon vorher ab. „Wir haben dann mit zwölf Mannschaften weitergespielt”, so ten Hove, der viel Lob dafür bekam, nicht komplett abgesagt zu haben. An den drei anderen Tagen war das Wetter fast schon zu warm, da wurde manche Abkühlung und Schatten gesucht. Dennoch waren die Stände für Getränke, Gegrilltes, Waffeln oder auch die Torschuss-Maschine, an der jeder versuchen konnte, wie schnell sein Schuss ist, ebenfalls heiß umlagert. Und immer wieder wuselten zwischendurch die Turnierhelfer, die hier für Nachschub sorgten, dort etwas klärten, hüben beim Getränkestand einsprangen oder auch drüben die heiß umlagerte, geliebte Tombola bedienten.

Der Weert-Ihnen-Cup, in diesem Jahr für die G- bis D-Junioren, ist für manche Mannschaft schon eine Pflichtveranstaltung. Da wird nicht lange überlegt, sondern noch vor dem jeweiligen Turnierende für das nächste Jahr zugesagt. Selbst, wenn die Anreise weit ist. „Die Mannschaft aus Neukölln ist bereits zum 6. Mal hier, der Trainer war mit einer G-Jugend 2013 zum ersten mal hier, dann zweimal mit seiner F-Jugend, zweimal mit seiner E-Jugend und nun mit der D-Jugend”, so ten Hove. Auch dieses Beispiel zeigt die Verbundenheit vieler zu diesem Turnier. Und adelt irgendwie auch die Macher. Denn was nützt die weiteste Anreise, wenn sich diejenigen dann hier nicht wohlfühlen? Nach dem Cup ist vor dem Cup.

Die Macher von BW Borssum werden in der nächsten Woche diese fünf Tage – mit dem Benefizspiel am Mittwoch- noch einmal Revue passieren lassen. Sicherlich wird auch darüber diskutiert, was verbessert werden kann, was weiterhin so gemacht wird, oder ob etwas Grundlegendes geändert wird. Auf jeden Fall wird es auch 2019 in Borssum am Birkenweg wieder den Weert-ihnen-Cup an vier Tagen geben – die Verantwortlichen lassen bei vielen Nachfragen dahingehend keinen Spielraum für anderweitige Überlegungen.

Von Dirk de Vries (Emder Zeitung)

Viele weitere Bilder vom Weert Ihnen Cup gibt es unter: https://www.facebook.com/weertihnencup

 

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