Blau-Weiß spielte im Meisterschaftskrimi gegen den TuS Sande 7:7. Sandra Gottschlich gewann das letzte Einzel und sicherte das Remis, das für die Meisterschaft und den Aufstieg ausreichte.

Sie haben es nochmal richtig spannend gemacht: Die neuen Meisterinnen Heidi Jakobs, Elke Rosenfeld, Sandra Gottschlich

Sie haben es nochmal richtig spannend gemacht: Die neuen Meisterinnen Heidi Jakobs, Elke Rosenfeld, Sandra Gottschlich

Emden. Besser hätte man sich ein Herzschlagfinale nicht ausdenken können. Es war schon Zufall genug, dass die zwei direkten Konkurrenten um die Bezirksoberliga-Meisterschaft – BW Borssum mit 30:4 Punkten auf Platz 1, die Reserve von Oberligist TuS Sande mit 29:5 Punkten auf Platz 2 – das letzte Punktspiel der Liga zu bestreiten hatten. Und es wurde im Borssumer Sportzentrum ein wahrer Meisterschafts-Krimi, bei dem jedes Spiel ausgespielt und bis zum Ende gezittert werden musste. Mindesten ein Unentschieden mussten die Gastgeberinnen holen zum Titelgewinn. Die Eingangsdoppeln endeten 1:1. Die doppelstarken Docter/Gottschlich bezwangen die Geschwister Krieger/Gichtbrock mit 3:1. Währenddessen unterlagen Jakobs/Rosenfeld den Gästen Schulz/Memmen mit 0:3. Sehr knapp wurde es schon im ersten Einzel. Borssums Nummer 1, Tina Docter, startete zwar gut gegen Martina Krieger, brach zwischendurch allerdings ein: Im vierten Satz stand es bei 1:2-Satzrückstand bereits 5:8 gegen sie. Eine Auszeit brachte nochmal die Wende – Docter gewann mit 11:9 im vierten und 11:5 im fünften Satz. Auch Sandra Gottschlich spielte gut, allerdings reichte es nach vier Sätzen gegen Stefanie Gichtbrock nicht ganz für einen Sieg. Das untere Paarkreuz um Heidi Jakobs und Elke Rosenfeld zeigte sich anschließend in Bestform. Fokussiert auf den Sieg, gewannen beide ihre ersten Einzel. Tina Docter spielte weiter ihre Stärken aus und eröffnete die zweite Einzelrunde mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen Gichtbrock. Nun stand es bereits 5:2 für die Gastgeberinnen. Es fehlten nur noch zwei Punkte zum Unentschieden und damit zur Meisterschaft.

Doch Sande gab sich noch lange nicht geschlagen. Sandra Gottschlich spielte gegen Krieger erneut gut auf, hatte aber dennoch nach vier Sätzen das Nachsehen. Heidi Jakobs und Elke Rosenfeld spielten zunächst in der Stärke weiter, mit der sie ihre ersten Einzel abschlossen. Jakobs führte gegen Schulz zwischendurch mit 2:1-Sätzen, und alles sah nach einem Sieg aus. Doch Schulz kam mit der Zeit immer besser ins Spiel, sodass die Borssumerin doch noch im fünften Satz verlor. Ähnlich war es bei Rosenfeld. Sie führte gegen Memmen mit 2:0-Sätzen, dominierte bis dahin das Spiel. Aber auch dieser Spielverlauf drehte sich nochmal, sodass Rosenfeld nach einem knappen 9:11 im fünften Satz ihrer Gegnerin gratulieren musste. Spielstand nun 5:5 – die Nervosität in der Halle stieg. Heidi Jakobs begann die letzte Einzelrunde gegen Sandes Nummer 1, Gichtbrock, und verlor nach drei Sätzen – 5:6. Unterdessen wurde Tina Docter dank höchster Konzentration ihrer Favoritenrolle gegen Schulz gerecht und gewann mit 3:0. Beim Stand von 6:6 wurden die letzten beiden Partien aufgerufen. Während Rosenfeld 0:3 gegen Krieger zum 6:7 verlor, wurde es am anderen Tisch mehr als spannend. Sandra Gottschlich spielte gegen Meike Memmen, die einen Sander Sieg vor Augen hatte. Um noch Meister zu werden, musste dieser Einzelsieg für die Borssumerinnen her. Den ersten Satz verlor Gottschlich mit 7:11. Borssum befürchtete das Schlimmste. Nicht nur Spieler, auch Zuschauer hielten es kaum noch aus. Die nächsten zwei Sätze gewann Gottschlich – es sah wieder besser aus. Im vierten Satz allerdings lag sie plötzlich mit 5:9 hinten. Den fünften Satz wollte sie vermeiden, arbeitete sich auf 7:9 heran, eine Auszeit wurde genommen. Trotz des heiklen Spielstandes spielte Gottschlich mutig auf, sodass ihr noch der 11:9-Sieg im vierten Satz gelang. Damit war das 7:7-Unentschieden und die Meisterschaft perfekt. Mit dem letzten Ballwechsel stürmten die ersten bereits zur Siegerin und den anderen frisch gebackenen Meisterinnen der Bezirksoberliga Nord. Die Freude im Team und unter allen Zuschauern war groß. Nach der offiziellen Ehrung gab es eine kleine Feier mit noch vielen dagebliebenen Zuschauern. Dabei erwiesen sich die Damen des TuS Sande II als faire Verliererinnen, die sich zu den Feierlichkeiten dazu gessellten, nachdem sie es den Borssumerinnen alles andere als leicht gemacht hatten. Anzumerken ist, dass Tina Docter und Sandra Gottschlich mit einer 17:1-Bilanz das stärkste Doppel der Liga stellen. Tina Docter ist zudem mit einer Bilanz von 42:5 auf Platz eins der Spieler-Rangliste.

BW Borssum: Docter (3), Gottschlich (1), Jakobs (1), Rosenfeld (1), Doppel: 1:1

https://www.emderzeitung.de/lokalsport/mehr-sport/~/tischtennis-damen-von-blau-weiss-borssum-steigen-in-die-landesliga-auf-282487/

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