Zwei Spiele, eine machbare und eine etwas schwerere Aufgabe, hatten die Volleyballspielerinnen von BW Borssum beim Doppelheimspieltag zu bewältigen. Nach der letzten Punktvergabe in der Sporthalle am Emsstadion stand fest, dass die Borssumerinnen das mit Bravour gemeistert haben. Jetzt heißt es für die Verbandsligamannschaft aus Borssum: ”Oben in der Tabelle dranbleiben und am Ende schauen, was möglich ist.”

Zwei Siege mit einem Satzergebnis von 150:92 sprechen einerseits eine deutliche Sprache, andererseits war es im Spiel gerade gegen BW Lohne wesentlich enger, als es das 3:0 widerspiegelt. Da Trainer Nils Ciach krankheitsbedingt noch nicht „mitspielen” konnte, sprang erneut BWB-Spartenleiter Lothar Laerum ein, was wiederum hieß, dass seine Mittrainerin Anja Welzel mit Jan Junker die zweite Frauenmannschaft begleiten musste (Seite 19). Arbeitsteilung gilt nicht nur unter den Spielerinnen, auch die Trainer müssen ab und zu aushelfen. In beiden Spielen sah Laerum viel von der alten BWB-Mentalität, die das Team über Jahre geprägt hat: Kämpfen um jeden Ball, bis zum Umfallen.

BW Borssum – SV Wietmarschen II 3:0(25:16, 25:14, 25:7)

Partie eins lief eigentlich so, wie es sich die Borssumer im Vorfeld ausgemalt hatten. Schließlich spielte einer der Spitzenteams der Liga gegen ein Kellerkind. Dennoch war der Start verhalten aus Emder Sicht. „Wir waren zu Beginn nervös, kamen dann aber immer besser ins Spiel”, sagte Laerum. Nach gerade einmal 51 Minuten war das Spiel durch. Durch diese Dominanz hatte Laerum die Möglichkeit, Yasmin Cornelius nur in einem Satz einzusetzen. „Sie war ziemlich angeschlagen, und da das Spiel gegen Lohne das deutlich schwerere werden würde, haben wir sie gegen Wietmarschen geschont.”

Gerade im dritten Satz spielten die Borssumerinnen ihre Dominanz eindrucksvoll aus. Über 2:7 und 4:17 holten sich die BWB-Spielerinnen eindrucksvoll Satz drei mit 25:7 am Ende. Dieses schnelle und klare Spiel brachte zudem einen weiteren Vorteil: Die Borssumerinnen mussten zwar etwas investieren, aber auch nicht zu viel, um dann gegen Lohne vielleicht konditionelle Schwächen zu zeigen.

BW Borssum – BW Lohne 3:0 (25:17, 25:21, 25:17)

Lohne haben die Borssumerinnen beim Verbandspokal vor einer Woche genau unter die Lupe genommen und sind mit dem nötigen Respekt in die Partie gegangen. „Lohne hat viele kleine Spielerinnen, die sehr agil unterwegs sind”, sagte Laerum. Allerdings hatte er sich schon einen Plan zurechtgelegt, wie er gegen diesen Gegner spielen würde. Und es zahlte sich aus, dass Yasmin Cornelius im ersten Spiel noch geschont werden konnte. „Ihre Gegenspielerinnen hatten gegen sie keine Chance, so variabel, wie sie als Linkshänderin spielt.”

Auch dieses Spiel ging deutlich mit 3:0 an Borssum, der zweite Satz war etwas enger (25:21), die anderen beiden gingen jeweils mit 25:17 an Borssum. In Satz eins waren die Gastgeberinnen noch im Spielrausch, Lohne brauchte hier doch einige Zeit, um im Spiel drin zu sein. Dennoch war das Borssumer Spiel sehr homogen, ein anderer Sieger als BWB kam zu keiner Zeit infrage.

Alles in allem ist Laerum sehr zufrieden. „Trotz des Adventswochenendes mit vielen Aktivitäten in und um Emden waren zwischen 70 und 80 Zuschauer in der Halle”, freute sich der BWB-Spartenleiter. „Ich denke auch, dass die Zuschauer sehen wollen, wie eine Mannschaft kämpft.” In dieser Hinsicht ziehen die Spielerinnen voll mit. „Wir wollen bei unseren Heimspielen das Publikum begeistern, und wenn wir das schaffen, ist es sicherlich auch zweitrangig, welches Ergebnis wir am Ende dabei herausbekommen.” Allerdings sind zwei Siegen natürlich deutlich besser.

Insgesamt hat BW Borssum mit jetzt sieben Siegen in acht Spielen fast schon eine Traummarke erreicht. Aber Laerum warnt auch vor zu viel Euphorie. „Es sieht in der Tabelle für uns zurzeit gut aus, aber wir hatten zwei enge 3:2-Siege dabei, die durchaus auch anders hätten ausgehen können.” Weiterarbeiten, kämpfen bis zum Umfallen und keinen Ball verlorengeben: Das wird auch weiterhin die Devise für die Spielerinnen von BW Borssum sein. Abgerechnet wird am Saisonende und bis dahin gibt es noch manche Hürde zu meistern.

BW Borssum: Maren Wehmann-de Boer, Anke Dehne, Karina Deepen, Kristina Müller, Carolin de Vries, Lena van Scharrel, Sara Hoogstraat, Yasmin Cornelius, Hanna Termöhlen, Janna Wilhelmi

 

Bericht von Dirk de Vries aus der Emder Zeitung vom 03.12.2019.

 

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