Das wäre vielleicht eine Geburtstagsparty geworden, wenn die Volleyballfrauen von BW Borssum auch noch das 2. Spiel verloren hätten. Zum Glück entschieden sie die Partie gegen den bis dato an der Tabellenspitze stehenden MTV Lingen für sich. Und so war die Stimmung bei der Feier von Lena van Scharrel – sie wurde am Sonntag 29 Jahre alt – doch noch ausgelassen und fröhlich.

Dabei war genau das erste Spiel beim Doppelheimspieltag in der Sporthalle am Emsstadion ein absoluter Stimmungskiller. Zu viele Eigenfehler der Blau-Weißen begünstigten am Ende einen 3:0-Sieg des VfL Löningen. Und dabei waren die Gäste noch nicht einmal so viel besser als die Borssumerinnen, wie auch die äußerst knappe Satzfolge zeigt. Die 68:75-Sätze (23:25, 23:25 und 22:25) veranschaulichen deutlich, dass das Spiel auch anders hätte ausgehen können. „Die Mannschaft hat bei weitem nicht so gespielt, wie sie es kann”, sagte BWB-Spartenleiter Lothar Laerum. Vor allem von den Aufschlägen her gab es viel zu viele Fehler. Die kosteten nicht nur den ersten Satz in einer knappen Partie.

Es wurde in den weiteren Durchgängen nicht besser. Immer wieder kamen die Emderinnen zwar ran, doch dann waren es erneut die Fehler, die am Ende der Gast nutzte. Mit 0:3 war das Endergebnis nicht so, wie es die zahlreichen Zuschauer und auch die Gastgeber inklusive Trainer Nils Ciach erwartet haben. Zwar kann in dieser Liga wirklich Jeder jeden schlagen, doch den Borssumerinnen hätte Platz eins gewunken, wenn sie beide Spiele erfolgreich gestaltet hätten.

Damit der Tag sportlich nicht völlig in die Hose gehen sollte, musste Ciach in der Kabine die richtigen Worte finden. Und anscheinend fand er die auch. Spiel zwei gegen den bisherigen Tabellenführer war von der Satzfolge noch deutlich knapper als im ersten Spiel (96:92-Sätze mit der Satzfolge von 26:24, 20:25, 25:20 und 25:23) – mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen. Borssum siegte mit 3:1, schob sich auf Platz vier der Tabelle. Zwischen Platz eins (BW Lohne) und Platz sechs (SV Cappeln) sind gerade einmal drei Punkte Unterschied. Und ebenso interessant in dieser Liga ist, dass alle oben positionierten Teams schon sieben oder acht Niederlagen auf dem Konto haben.

Auch gegen Lingen sah Laerum noch viel Luft nach oben, doch die Aufschlagsquote war besser. Satz eins war äußerst knapp und ging in die Verlängerung. Dann legte auf einmal Lingen den Grundstein für den Satzerfolg, nachdem es anfangs ausgeglichen zuging – 1:1 nach Sätzen. Borssum kämpfte, machte in Satz drei wieder nicht alles gut, doch eine kleine Umstellung brachte zusätzlich Sicherheit rein. Kristina Müller war angeschlagen, für sie rückte Sara Hoogstraat auf die Außenposition.

Satz vier sollte noch einmal ein Krimi werden, das Spiel wogte hin und her. Borssum wollte den Sack zumachen, Lingen den Tie-Break erzwingen. Am Ende war es ein knapper 25:23-Satzerfolg der Blau-Weißen, der den Sieg unter Dach und Fach brachte. Jubelnde Emderinnen feierten mit den Zuschauern den Erfolg. Und Laerum verriet im Gespräch mit der Emder Zeitung noch, dass auch die Feier bei Lena van Scharrel „super” war.

BW Borssum: Sara Hoogstraat, Karina Deepen, Carolin de Vries, Anke Dehne, Lena van Scharrel, Yasmin Cornelius, Kathrin Müller, Hanna Termöhlen, Kristina Müller, Janna Wilhelmi, Maren Wehrmann-de Boer

 

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