Bad Laer/Emden. Die Erleichterung steht deutlich in den Gesichtern geschrieben, und sie war deutlich zu spüren in Trainer Axel Karges Telefon-Rückblick auf das Spiel am Sonnabend bei der Zweiten von Bad Laer: Endlich war den Borssumerinnen ihr Erfolgserlebnis vergönnt, endlich haben sie im Spiel tatsächlich das umgesetzt, was sie sich im Training vorgenommen haben. „Ich habe immer gesagt, es kommt nicht nur auf den Sieg an, sondern auf das Wie, und wir haben richtig gut gespielt”, stellte Karge hochzufrieden fest.

Alles in allem seien seine Spielerinnen die Mannschaft gewesen, die den Sieg etwas deutlicher wollte. Nach Auffassung des Trainers machte sich zudem positiv bemerkbar, dass im Vorfeld dieses Spiels noch einmal all das genau analysiert und angesprochen wurde, was bislang in dieser Saison einfach nicht rund laufen wollte bei den Borssumerinnen. Dieses Mal passte es. Zudem hatten sie die Chance, den Gegner im ersten Spiel gegen Oythe 2 zu beobachten: Da war allerdings klar, dass es gegen den deutlich jüngeren Zweitliga-Nachwuchs aus dem Osnabrücker Raum keineswegs leicht werden würde, Doch die Borssumerinnen starteten gut. Es blieb im ersten Satz über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Mit einer gegenüber zuletzt deutlich verbesserten Annahme, klareren Angriffen und mehr Varianaten im Spiel bleib es über weite Strecken ausgeglichen. Zudem leisteten sich die Borssumerinnen deutlich weniger Fehler als zuletzt im Doppelheimspiel. So machten sie ihre eigenen Punkte und verhinderten andererseits, dass der Gegener zu Aufschlagserien kam. Dabei machte sich an der einen oder anderen Stelle durchaus bemerkbar, dass Borssum im Moment „nicht mit der Souveränität eines Tabellenführers spielt”, meinte Karge. Aber es sei deutlich zu spüren gewesen, dass alle Borssumerinnen eine Wende wollten und dafür schon mal diesen ersten Satz gewinnen. Das gelang ihnen schließlich. Auch im zweiten Satz spielten die Emderinnen auf Augenhöhe mit. Allerdings zeigten auch die Gastgeberinnen ihre Stärke, bis es schließlich 23:23 stand. Dann kam die Stunde der Yasmin Cornelius: „Mir welchem Mut sie bei dem Spielstand die Bälle reingehauen hat – volles Risiko – alle Achtung”, gönnt der Trainer ihr ein S nderlob. Sie selbst gönnte sich das Erfolgserlebnis, beim 24:23 den Satzball für BWB zu verwandeln. Und noch ein weiteres Sonderlob gab es vom Trainer: für Christina Brand, Neuzugang aus Hamburg. Sie komme immermehr in ihren Spielrhythmus und über ihre längere Spielpause hinweg., Sie war vor der Saison aus Hamburg nach Emden gezogen und zu den Borssumerinnen gestoßen. Nach den beiden gewonnenen ersten Sätzen war zumindest ein Punkt schon mal sicher. Doch damit waren die Borssumerinnen nicht zufrieden.

„Gottseidank hat uns diesmal die typische Volleyball-Krankheit verschont”, sagt Karge in Anspielung darauf, dass es bei vielen Volleyballspielen immer wieder im dritten Satz unerklärliche Einbrüche gibt. Viel Zeit, um sich über ihren Erfolg vom Samstag zu freuen, haben die Borssumerinen nicht: Am kommenden Sonnabend haben sie das nächste Heimspiel – und mit VfL Oythe 2 und Regionalliga-Absteiger Schledehausen kommen zwei ausgesprochen schwere Gegner in den Borssumer „Hexenkessel”. Da wird es schwer genug, das Erfolgserlebnis fortzusetzen.

Bad Laer 2 – BWBorssum 0:3(21:25 23:25 16:25)
BW Borssum: Kristina Müller, Maren van Dyken, Karina Deepen, Anke Dehne, Lena van Scharrel, Christine Brand, Yasmin Cornelius, Kathrin Müller, Janna Wilhelmi,

 

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