Nein, ein Selbstläufer würde das Punktspiel der Borssumer Verbandsligaspielerinnen bei der Auswahlmannschaft des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes (NWVV) nicht werden. Das war allen klar. Doch nachdem die Gäste nach dem ersten Satz erst einmal wachgerüttelt werden mussten, lief es danach wie am Schnürchen. Am Ende stand ein dann doch sicherer und ungefährdeter 3:1-Erfolg von BW Borssum.

Vielleicht war es der Geburtstag von Kristina Müller am Sonntag, der für etwas Ablenkung sorgte, oder die frühe Uhrzeit (10 Uhr) zum ersten Ballwechsel: Die Borssumerinnen waren im ersten Durchgang irgendwie nicht da. Zwar bestimmte die Mannschaft von Trainer Nils Ciach das Spielgeschehen, aber es fehlte die hundertprozentige Konzentration. Nachdem die Emderinnen schon fünf Punkte weg waren (10:5), schaffte das NWVV-Team schnell den Anschluss und drehte sogar den Spielstand (18:14). Bis zum Schluss blieb es ein offener Satz, den am Ende die Gäste für sich entschieden.

Sollte das Auswahlteam die guten Auftritte (sechs Spiele – fünf Siege) auch gegen Borssum so fortsetzen? Zwei Niederlagen am Samstag (2:3 gegen Bad Laer und 0:3 gegen Emlichheim) mussten sich doch konditionelle bemerkbar machen? Ciach fand zum Satzwechsel auf jeden Fall die richtigen Worte, denn auf einmal klappte fast alles. In den folgenden drei Sätzen spielten die Blau-Weißen nach den Worten von Volleyballspartenleiter Lothar Laerum nicht überragend, aber es wurden vor allem die Lücken beim NWVV-Team erkannt. Und genau die nutzten die Borssumerinnen. „In den Sätzen waren wie nie wirklich in Gefahr”, so Laerum.

Der Jubel im Lager der Emderinnen war natürlich groß, denn mit dem Sieg schoben sich die BWB-Spielerinnen auf Platz zwei vor, haben zudem ein Spiel weniger als der direkte Verfolger aus Lingen (Platz drei) und zwei Spiele weniger als Lohne (Platz vier). „Es ist alles noch möglich für uns”, sagte Laerum. Denn in dieser Liga scheint wirklich Jeder jeden schlagen zu können. Vor allem aber war es sicherlich auch ein schönes Geburtstagsgeschenk für Kristina Müller: Beim Kaffee und Kuchen ist es fröhlicher mit einem Sieg in der Tasche.

Für dien Ausfall von Janna Wilhelmi (arbeitsabwesend) kam Karlotta Lange aus der Zweiten mit. Sie hat nach den Worten von Laerum überzeugend gespielt. Auch eine Umstellung innerhalb der Mannschaft – Sara Hoogstraat auf Außen – machte sich am Ende bezahlt. Alles in allem war es aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.

M BW Borssum: Karlotta Lange, Maren Wehmann-de Boer, Anke Dehne, Karina Deepen, Kristina Müller, Carolin de Vries, Lena van Scharrel, Sara Hoogstraat, Neele Reinhardt, Yasmin Cornelius, Kathrin Müller, Hanna Termöhlen, Lena van Scharrel, Neele Reinhardt

 

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