Von Joachim Janssen

HSG-Trainer Gustav Lammers hat sich am Wochenende über einen deutlichen 36:20-Sieg seiner Mannschaft gegen die Drittliga-Reserve des OHV Aurich gefreut. Mit diesem Sieg haben sich die Emder fest im Mittelfeld etabliert. Allerdings gab es für den Coach auch einige Hiobsbotschaften zu verkraften.

Trotz des Sieges hielt sich dann dementsprechend auch die Freude in Grenzen. Denn Fabian Behrensdorf wird mit einem Muskelfaserriss ein paar Wochen ausfallen, und Julian Diechmann laboriert an einer schwerwiegenden Knieverletzung, für ihn könnte die Saison bereits beendet sein. Zudem ist auch Nils Sikken angeschlagen, der Emder Rückraumspieler biss aber die Zähne zusammen, zeigte eine gute Leistung und erzielte sogar noch sechs Treffer.

In den ersten fünf Minuten tasteten sich beide Teams zunächst ein wenig ab, die Gastgeber waren zu Beginn darauf bedacht, ihre Abwehr zu stabilisieren. Ein gerechtes 3:3 nach knapp sechs Minuten spiegelte die Kräfteverhältnisse gut wieder, danach allerdings nahmen die Emder das Spiel in die Hand. Gero Termöhlen, Julius Tönjes, Nils Sikken und dreimal Florian Behrensdorf warfen die HSG in der 13. Minute mit 9:4 in Führung, das brachte das nötige Selbstvertrauen zurück in die Lammers-Truppe. Bis zur Pause hatten die Gäste nun keine Chance mehr, den Rückstand zu verkürzen, die Emder Abwehr war auf der Höhe und im Angriff setzten die Gastgeber immer wieder Akzente.

Allen voran Julius Tönjes war im gesamten Spielverlauf nicht zu bremsen, der Emder Goalgetter erzielte am Ende zehn Treffer und war damit bester Werfer seines Teams. In der Gesamttorschützenliste der Landesklasse rangiert der Emder mittlerweile auf einem hervorragenden 11. Platz. Da Tönjes nicht alle Spiele mitmachen konnte, liegt er im Tordurchschnitt pro Spiel mit 7,88 Treffern sogar auf Rang 2, eine starke Saison des Halbrechten.

Zur Pause lagen die Gastgeber bereits deutlich mit 17:9 in Führung, dabei ließen die Emder sogar noch einige Tormöglichkeiten ungenutzt. Das Spiel war nach Aussage von Trainer Lammers zur Halbzeit eigentlich entschieden, zu dominant traten die Seehafenstädter auf.

Bis zur 38. Minute hielten die Gäste den Rückstand noch in Grenzen (14:22), dann legten die Emder noch einmal nach. Zwei Treffer von Kreisläufer Frank Stüdemann, Sikken, Nick Abels, und zweimal Routinier Dennis Eilers sorgten mit dem 27:14 endgültig für klare Verhältnisse. Die Gastgeber hatten keine große Mühe, ihren Vorsprung bis zum Ende auf 16 Treffer Differenz auszubauen. Beim Schlusspfiff zeigte die Anzeigentafel dann ein 36:20 aus Emder Sicht.

Lammers traf in seiner Spielanalyse dann den Nagel auf den Kopf. „Das waren zwei ganz wichtige Punkte für uns, der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist wieder angewachsen”, sagte er. „Es ist eine Zweiklassengesellschaft in dieser Liga, die Mannschaften, die über uns stehen, sind eher schwer zu schlagen, gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel können wir sehr gut mithalten.” Am nächsten Wochenende kommt mit der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ein Gegner aus dem oberen Tabellendrittel in die Seehafenstadt, bleibt abzuwarten, ob die Emder nicht doch für eine Überraschung sorgen können.

HSG Emden: Büscher, Schröder, Termöhlen (3), Sikken ( 6), Bjerkness, Stüdemann (3/1), Abels (2), Tönjes (10), Müller (1), Annouz(1/1), Eilers ( 6), Schmiga (1), Florian Behrensdorf (3)

 

Emder Zeitung vom Dienstag, 16. Januar 2018, Seite 19

 

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