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Von Georg Lilienthal
Volleyball-Coach Christian Stebel betreut die deutsche Gehörlosen-Auswahl und heuert beim Frauen-Regionalligisten an. Der 58-Jährige schaute sich kürzlich die Emder Relegationsspiele an. Er zeigte sich begeistert.

Emden – Der Oldenburger Christian „Kiki“ Stebel genießt in der Volleyballszene einen herausragenden Ruf. Er führte einst die Frauen des VfL Oythe in die Bundesliga und er leitete den Höhenflug der Zweitliga-Frauen vom SC Union Emlichheim ein. Derzeit betreut der 58-Jährige die deutsche Gehörlosen-Auswahl. Nun übernimmt der Nationaltrainer einen Job in Ostfriesland. Er löst bei den Regionalliga-Frauen von BW Borssum das langjährige Erfolgsduo Lothar Laerum und Jan Junker ab.

Nach sieben Aufstiegen in Serie und dem kürzlich verpassten achten Schritt schienen Veränderungen nicht zwingend notwendig. Doch Laerum und Junker sahen das anders. „Wir haben das Gefühl, dass wir die Mannschaft nicht mehr voranbringen können“, erklärt Laerum. „Es nutzt sich alles ein bisschen ab.“ Zum Wohle des Borssumer Volleyballsports schauten sich die beiden nach einem geeigneten Nachfolger um und fanden ihn in „Kiki“ Stebel.

Stebel absolvierte zu Himmelfahrt ein Testtraining mit dem Team

„Wir werden auch noch den Kader um drei oder vier Spielerinnen verstärken“, kündigt Lothar Laerum an, der der Mannschaft künftig mit Jan Junker als Teammanager verbunden bleibt. Der neue Coach sah sich kürzlich die Borssumer Relegationsspiele gegen BW Dingden an und zeigte sich trotz der beiden 0:3-Niederlagen angetan. „Vor allem die Atmosphäre in Borssum hat ihn fasziniert“, sagt Laerum. Als Stebel dann zu Himmelfahrt ein Testtraining mit dem Team absolvierte und sich hinterher Coach und Spielerinnen gleichermaßen begeistert zeigten, war das Engagement des renommierten Trainers bei den Blau-Weißen perfekt.

Mit der Verpflichtung von „Kiki“ Stebel hält bei den Hobbysportlerinnen ein Hauch von Professionalität Einzug. Natürlich erhält der Lehrer aus Oldenburg auch eine Aufwandsentschädigung. „Einige Leute aus der Emder Wirtschaft haben einen Freundeskreis gegründet, der uns finanziell untertützt“, sagt Lothar Laerum. Auch diese Entwicklung lässt den Ex-Trainer hoffen. „Wir sind nun guten Mutes, dass es auch weiterhin attraktiven Volleyballsport in Borssum geben wird.“

 

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