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Von Georg Lilienthal

Die Volleyballerinnen von Blau-Weiß Borssum waren nicht die einzigen, die im Abstiegskampf in der Regionalliga von der neuen Regel überrascht wurden. Konkurrent Wolfenbüttel wähnte sich auf Relegationsplatz, obwohl das Team die Klasse gehalten hatte. Stattdessen muss Borssum um den Verbleib in der Liga kämpfen. Die Mannschaft weiß zwar schon wo, aber nicht gegen wen.

Borssum – Die Regionalliga-Volleyballerinnen von BW Borssum jubelten am Sonnabend zu früh. Bei der Konkurrenz aus Wolfenbüttel kam die Erleichterung nach der 0:3-Niederlage in Emlichheim hingegen viel zu spät. „Unsere Mannschaft dachte zunächst, dass sie in die Relegation müsste – und nicht die Mannschaft aus Borssum“, bestätigte der Wolfenbütteler Daniel Dinter, der für die Reserve zuständig ist.

Beide Teams stolperten bei ihren Gefühlsregungen über eine neue Bestimmung im Reglement. Seit dieser Saison zählt bei Punktgleichheit für die Tabellenplatzierung zunächst die Zahl der Siege und erst als nächstes Kriterium das Satzverhältnis. Und in dieser Hinsicht haben die Blau-Weißen einen Erfolg weniger zu bieten als der Konkurrent. „Natürlich haben wir selber Schuld, dass wir das nicht wussten“, sagt BW-Teammanager Lothar Laerum, der mit seinem Team am Sonnabend durch die 2:3-Niederlage gegen GfL Hannover nach Punkten zu Wolfenbüttel aufschloss. „Aber diese Regel kannte weder unser Gegner noch unsere Schiedsrichter.“

Die Neuerung beschert den Ostfriesinnen nun eine Reise in die Harzregion. Am 29. März kämpfen sie in Herzberg um den Verbleib in der Regionalliga. Dort ermitteln im ersten Spiel die beiden Oberliga-Vertreter den Gegner für das alles entscheidende Spiel gegen BW Borssum. Neben Gastgeber MTV Herzberg (Zweiter der Oberliga II) tritt dort VfL Oyhte II (Dritter der Oberliga I) an. Die Oyther profitieren vom Verzicht von Vizemeister SG Karlshöfen/Gnarrenburg. „Das ist eine blöde Situation für uns“, sagt Lothar Laerum. „Aber wenn wir halbwegs so spielen wie am Sonnabend gegen GfL Hannover, dann schaffen wir auch den Klassenerhalt.“

 

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