Geschichte

Über 100 Jahre Vereinsgeschichte

SV Blau-Weiss von 1920 Emden-Borssum e.V.

Der Sportverein SV Blau-Weiss von 1920 Emden-Borssum e.V. ist ein Breitensportverein aus dem Emder Stadtteil Borssum. Mit knapp 1.400 Mitgliedern ist der Verein der zweitgrößte Breitensportverein Emdens (nach dem Integrierten Sportverein/ISV Emden) und der drittgrößte in Ostfriesland (nach dem MTV Aurich).

Die Grundüng und das Schaf

Im Jahre 1920 wird der Arbeiter-Turn- und Sportverein "Glückauf Borssum" gegründet. Borssum ist ein kleines Dorf am Rande der Seehafenstadt Emden, in der es schon einige Sportvereine gibt. Begeistert von Spiel und Sport wollen auch einige Borssumer einen Verein gründen. Sie schließen sich unter dem Namen "Glückauf" zusammen und gehören fortan zum Arbeiter-Turn- und Sportverband.

Sogleich treten 25 Sportbegeisterte dem Verein bei. Als 1. Vorsitzender wird Oltmann Hartjen gewählt. Das Vereinslokal befindet sich in einer Gaststätte und ist später unter dem Namen "Karlchens Bierstuben" bekannt.

Damit Fußball gespielt werden konnte, musste der 1. Vorsitzende ein Schaf kaufen. Damit erwarb er sich das Recht auf ein Stück Land am Seedeich, wo dann die ersten Borssumer Fußballer ihre Spieler in rot-schwarzer Tracht austragen konnten. Doch schon im Gründungsjahr bleibt der Sportverein kein reiner Fußballverein.

Die Turnbewegung ergreift auch Borssum. Es können drei Turnriegen aufgestellt werden, die bei Tempel im Saale turnen. Schon im Jahre 1922 nimmt eine Gruppe der Turner am Deutschen Turnfest in Leipzig teil. In den Jahren 1921 bis 1923 hat sich die Mitgliederzahl dank eines regen Vereinslebens verdoppelt. Drei Mannschaften nehmen aktiven Spielbetrieb teil, die Spieler fahren mit dem Fahrrad zu den einzelnen Spielen - heute fast undenkbar.

Im Jahre 1926 übernimmt Heinrich Stromann das Amt des 1. Vorsitzenden. Die Zahl der Mitglieder ist mittlerweile bei 240 angekommen. Die Vereinsfarben werden gewechselt, ab jetzt ist Blau-Weiß die Spieltracht.

Nach nur zwei Jahren übernimmt im Jahre 1928 Louis Bussemeyer das Amt des ersten Vorsitzenden. Die Mitgliederzahl sinkt stark auf 50, steigt jedoch ein Jahr spter wieder auf 100 an. Das Vereinslokal wird nach Willms verlegt und erstmals nimmt eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. 1928 wird das Dorf Borssum laut Vertrag der Stadt Emden eingemeindet.

1931 wird Blau-Weiß Borssum Gruppensieger im Arbeitersport Ostfriesland. In den weiteren Kämpfen scheitert man jedoch an Blumenthal-Bremen.

Durch diesen Erfolg nimmt der Verein einen raschen Aufschwung, die Mitgliederzahl steigt auf 200. Es spielen jetzt 9 Mannschaften (sechs Herren- und drei Jugendmannschaften) Fußball. Ab nun wird auf dem Jahnplatz am Wykhoffweg gespielt. Hier liegt heute unserer EMS-Stadion sowie das Sportzentrum.

Im Eingemeindungsvertrag von 1928 wurde dem Verein ein Sportplatz und eine Turnhalle zugesichter, die Stadt Emden stellte letztlich nur ein Stück Weideland zur Verfügung, das von den Mitgliedern in Eigenarbeit zu einem bespielbaren Platz hergerichtet wurde.

Vor- und Nachkriegszeit

Das Jahr 1933 bringt die große politische Umwälzung, die auch am Verein nicht spurlos vorübergeht. Dirk Schoneboom übernimmt kommissarisch das Am des Vorsitzenden. Der Verein wird offiziell umbenannt in "Blau-Weiß Borssum". Der alte Geist lebt jedoch weiter, denn viele "Ehemalige" sorgen dafür, dass die Tradition nicht verlorengeht. Von 1934 bis 1939 ist Meint Meinders der 1. Vorsitzende.

Im Jahre 1937 entsteht eine Sparte Damenhandball, die bis Kriegsbeginn einen regen Spielbetrieb unterhält. Als 1939 der zweite Weltkriegt begann, kommt der Spielbetrieb im Verein fast komplett zum Erliegen. Durch die vielen Einberufungen können keine Mannschaften mehr aufgestellt werden. Die Mitgliederzahl sinkt auf ca. 200 Mitglieder an.

Nach Ende des unseligen Krieges übernimmt Wilhelm Smit die Verienführung unter dem neuen Namen "Rasensport". Zum Glück ist der Sportplatz erhalten geblieben, aber das ist auch schon alles. Überall regt sich das Zusammengehörigkeitsgefühl und helfende Hände fassen an, um den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können.

1947 wird auf der Mitgliederversammlung beschlossen, den Sportplatz am Wykhoffweg zu verbessern. Lambertus Willms wird zum Vorsitzenden gewählt. Im Februar 1948 wird mit großer Mehrheit beschlossen, den alten Namen "Blau-Weiss Borssum" wieder anzunehmen. Das Vereinslokal wird nach "Tempel" verlegt. Heinz Karp wird zum neuen Vorsitzenden gewählt. 1950 wird er von Gerhard Lauber abgelöst. Im Jahre 1952 wird der Verein ins Vereinsregister eingetragen, neuer Vorsitzender ist nun Jacob Rüst. Die 1. Fußballmannschaft erringt 1952 einen großen Erfolg, sie steigt in die Verbandsklasse Oldenurg/Ostfriesland auf. Fast alle Spieler dieser Mannschaften waren auch später langjährige treue Mtiglieder.

Im gleichen Jahr kommt Heinrich Gülzau in den Verein und übernimmt die Jugendarbeit. Die Verbindung mit seinem Beruf als Lehrer ist geradezu ideal und er leistet hervorragende Arbeit.

Die goldenen 50er

1953 übernimmt Reinhard Docter den Vereinsvorsitz. Er leitet die Geschicke des Vereins für viele Jahre - neben der Tätigkeit als Rasherr der Stadt Emden. Die Mitgliederzahlen steigen steigt an, auch bedringt durch die viele Erfolge und die herausragende Jugendarbeit. Die 1. Fußballmannschaft erringt die Bezirksmeisterschaft und steigt in die Amateurliga auf.

Im Jahr 1957 erhält Blau-Weiß Borssum die bereits 1928 zugesagte Turnhalle. Nun beginnt eine rasante Entwicklung des Vereins. Neue Sparten kommen hinzu - Turnen, Tischtennis, Gymnastik und Leichtathletik. Auch die 1948 gegründete Theaterabteilung tritt aus ihrem Schattendasein heraus. Sie führt mehrere Male im Jahr plattdeutsche Theaterstücke auf und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Blau-Weiss entwickelt sich zu einem Großverein mit vielen Mitgliedern und ist weit über die Grenzen hinaus bekannt.

Viele Erfolge und ein Sportheim

In den 60er Jahren machen die Borssumer Talente Rolf Schöbel im Turnen und Hans Zuther in der Leichtathletik von sich reden. Der Erfolg der guten Trainingsarbeit macht sich in allen Sparten bemerktbar. Die Fußballer machen durch diverse Meisterschafte, Aufstiege und Pokalsiege auf sich aufmerksam. Im Tischtennis ist Fritz Koenigs nicht zu schlagen, er ist Ostfrieslands bester Einzelspieler. Blau-Weiss erhält als Anerkennug für die vorbildliche Breitenarbeit im Verein den Wanderpreis des Regierungspräsidenten überreicht. Es starten die Planungen für einen neuen Sportplatz sowie ein Jugend- und Sportheim in unmittelbarer Nähe.

1965 wird Blau-Weiss Borssum punktgleich mit Germania Papenburg Meister der Verbandsklasse Nord. Vor gut 3.000 Zuschauern kommt es in Leer zum Entscheidungsspiel, das Borssum nach hervorragenden Leistungen mit 4:2 gewinnt. Der verdiente Lohn ist der Aufstieg in die höchste deutsche Amateurklasse, die aber leider nur für ein Jahr gehalten werden konnte.

Im Jahr 1966 tritt Reinhard Docter als Vorsitzender zurück und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer 1. Vorsitzender wird nunmerh Konstant Gastmann. Die Planungen für den neuen Sportplatz und das Sportheim sind soweit fortgeschritten, dass 1967 mit dem Bau begonnen werden kann. Man benötigt zwei Jahre, um aus dem Schlackeplatz eine für damalige Verhältnisse hervorragende Rasenanlage zu errichten.

1969 wird das EMS-Stadion mit einem Spiel gegen den SV Werder Bremen vor 2.500 Zuschauern eingeweiht. Im gleichen Jahr wird das Sportheim durch den damaligen Oberbürgermeister Schierig der Stadt Emden an den Verein übergeben. Auch der Spotzplatz am irkenweg wird zum Rasenplatz umgebaut, so dass drei Plätze für 19 spielende Fußallmannschaften zur Verfügung stehen. Auch steht mittlerweile die zweite Turnhalle zur Verfügung.

Die 70er und zweimal Uwe Seeler

Im Jahr 1970 wird Reinhard Docter erneut zum 1. Vorsitenden gewählt und der Verein feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Jubiläum spielt der Hamburger Sportverein mit Uwe Seeler im EMS-Stadion und ewinnt nur mit 3:0 Toren.

Die Tischtennisabteilung ist weiter erfolgreich und die erste Mannschaft steigt in die 2. Verbandsliga auf. Die Theaterabteilugt trägt durch regelmäßige Aufführungen zum eselligen Leben in Bossum bei. Der neugegründete Chor unter Leitung von Frau Ingrid Willms erfreut sich großer Beliebtheit.

Am 13. Oktober 1971 wird in Borssum ein beheiztes Schwimmbad geplant, die Gründung einer Schwimmsparte kann jedoch nicht realisiert werden, da die Stadt Emden dem Verein keine Übungszeiten bewilligt. Im November 1971 entstehen in der Wilhelm-Leuschner-Straße insgesamt 1.600 Wohneinheiten. Die Mitgliederzahl wächst stetig und steht im Februar 1972 bei 1.302 Mitgliedern. 1972 wird am Birkenweg eine neue Flutlichtanlage in Betrieb genommen.

Gute Erfolge unserer Sportler in den folgenden Jahren und gute Sportanlagen wecken immer mehr Interrese für Sport, so dass 1973 eine Volleyballsparte gegründet wird.

1974 legt Reinhard Docter nach zwei Amtsperioden von 1953 bis 1966 und von 1970 bis 1974 nach insgesamt den Vorsitz in die Hände seines Nachfolgers Jürgen Baumgarte. Mittleweile betätigen sich 1.680 Mitglieder am Vereinsleben.

Am 11. Februar 1977 wird Bernhard Gößling zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein wächst auf 1.950 Mitglieder und die zur Verfügung stehenden Übungsstätten reichen nicht mehr aus. Pläne zum Bau von Tennisplätzen sowie einer Kegelbahn können leider nicht realisiert werden.

Die Borssumer Prellball Damen werden im März 1977 Niedersachsenmeister und belegen bei den Deutschen Meisterschaften einen starken 6. Platz. Die Damen U. Büsselmann, M. Gößling, H. Groenhagen und A. Stomberg erhalten aus der Hand des Oberbürgermesiters der Stadt Emden die Silberne Sportmedaille. Es gibt 1977 in Emden 40 Sportvereine, davon ist Blau-Weiss Borssum der Größte.

1978 spielt der Hamburger Sportverein mit Uwe Seeler erneut im EMS-Stadion.

BW knackt 2.000er-Marke

Im März 1980 zählt der Sportverein 2.144 Mitglieder. Das Sportheim ist mittlerweile iel zu klein eworden und es wird ein Anbau geplant und kurzfristig errichtet.

Eine politische Gebietsreform machte auch vor dem Sportheim nicht halt. Die Bezirke wurden neu eingeteilt und diese neue Einteilung wirkte sich negativ auf die 1. Fußballmannschaft aus. Nachdem sie jahrelang in der Verbandsliega spielte, wird sie im Rahmen der Neuordnung in die Bezirksoberliga eingeteilt. Das Erreichen der neuen Landesliga wird um wenige Punkte verpasst.

Nach neun Jahren erfolgreicher Vereinsführung muss Bernhard Gößling sein Amt aus gesundheitlichen Gründen seinem Stellvertreter Ludwig Jahnke übergeben. Auf der Jahreshauptversammlung 1986 wird Ludwig Jahnke dann einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Verein zählt nunmehr 2.304 Mitglieder und im Sportheim wird nach erfolgter Renovierung ein Büro als Geschäftsstelle eingerichtet.

1987 wird zum erstenMal über den Bau einer Kunststoffanlage gesprochen, aber es kann sich auf keinen Ort geeignet werden. Nach Gründung der Triathlon-Abteilung erreicht Johann Stromann bei der Teilnahme in Hawaii den Titel des Iron-Man. Die 1. Tischtennis-Herren wird Meister der Verbandsliga und spielt als erstes ostfriessiches Team überhaupt in der Oberliga.

Die Ära Johann Südhoff

AUf der Jahreshauptversammlung im Februar 1991 wird Johann Südhoff zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Planungen für den Ausbau des Daches im Sportheim wird in Angriff genommen, um den Mitgliedern weitere Räumlichkeiten für Tagungen und Schulungen zu bieten.

Zum ersten Mal wird 1992 einer Frau die Ehrenmitgliedschaft verliehen, die langjährigen Leistungen von Maria Karp im Sport und Theater finden darin ihre Würdigung.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Mai 1992 wird eine neue Satzung verabschiedet. Der Verein erhält durch die neue Satzung eine der Größe angepasste Struktur und räumt den Abteilungen mehr Verantwortung ein.

Das Gelände rund um die Sportanlage wird als neues Baugebiet erschlossen. In zähen Verhandlungen mit der Stadt und dem Investor muss der Investor schließlich ein direkt angrenzenden Grundstück von ca. 2.000 m² an den Verien abtreten. Mit diesem Grundstück verfolgt der Sportverein ein klares Ziel: Endlich eine moderne Sporthalle bauen.

Dank einer überwältigenden Spendenbereitschaft können fast 70.000 DM gesammelt werden. Mit einem entsprechenden Eigenkapital, vielen tausend ehrenamtich erbrachten Arbeitsstunden als Eigenleistung und der Unterstützung der Stadt Emden wurde 1998 mit dem Bau der Dreifachsporthalle begonnen.

Johan Südhoff, bereits seit 1991 erster Vorsitzender, gelang es immer wieder bei finanziellen und personellen Engpässen eine Lösung zu finden. Fast zwei Jahre lang begleitete er die langsam fortschreitenden Arbeiten mit entsprechender Unterstützung seines Bautrupps.

Am 16.09.2000 war es dann endlich soweit. Die Halle konnte in einem Festakt anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Sportvereins ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Halle wurde in Anlehnung an das bereits existierende EMS-Stadion auf den Namen "Sportzentrum am EMS-Stadion" getauft.

Die neue Halle und ihre Folgen

Auf der Jahreshauptversammlung am 25.04.2002 wurde Hans-Adolf Tebben zum Nachfolger von Johann Südhoff gewählt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wiederwahl antrat. Auf dieser Versammlung wurde Johann von seinem Nachfolger als Ehrenvorsitzender vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt.

Mit Inebtriebnahe des Sportzentrums fingen auch einige Sorgen an, so war man bei der Planung der Halle auch mit Hinblick auf das neue Baugebiet in Borssum von steigenden Mitgliederzahlen ausgegangen. Allerdings stiegen die Möglichkeiten sich auch außerhalb von Sportvereinen freizeitlich zu beschäftigen und so sank die Mitgliederzahl auf unter die Marke von 2.000.

Die Zeit des Vorsitzenden Hans-Adolf Teben war geprägt durch finanzielle Schwierigkeiten. Die Kosten der Halle drückten auf die Finanzen des Vereins. Tebben gelang es jedoch in zähen Verhandlungen unter Mithilfe des Ehrenvorsitzenden Johann Südhoff eine Vereinbarung mit der Stadt zu treffen, die finanziellen Verpflichtungen den Gegebenheiten der Zeit anzupassen.

Sportliche Ziele litten darunter jedoch nicht. Die 1. Fußballmannschaft etablierte sich in der starken Bezirksliga Nord und konnte nach vielen Finalteilnahmen 2006 sowie 2008 erstmals die prestigeträchtige Emder Hallenstadtmeisterschaft gewinnen. Diesen Erfolg wiederholte die Mannschaft im Jahr 2008.

Die erste Tischtennis-Mannschaft spielte erfolgreich in der Regionalliga, also der dritthöchsten Spielklasse in Deutschland. Der Verein entwickelte sich in dieser Zeit zu einer ostfriesischen Hochburg für Tischtennis.

Volleyball-Wahnsinn beginnt

Am 22.05.2008 wurde Heidrun Burfeind zur Nachfolgerin von Hans-Adolf Tebben auf der Mitgliederversammlung gewählt. Aus beruflichen Günden stand Hans-Adolf Tebben nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.

In dieser Zeit war die erste Damen-Volleyballmannschaft in aller Munde. Gestartet im Jahr 2005 in der Kreisklasse stieg die Mannschaft von Jan Junker und Lothar Laerum in jedem Jahr in die nächst höhere Spielklasse auf. Nach unglaublichen sieen Aufstiegen in Folge spielte die Mannschaft im Jahr 2012 in der Regionalliga. Die Heimspiele bestachen durch eine tolle Stimmung, viele Borssumer strömten in die Halle und feuerten die Mannschaft an. In dieser Zeit erhielt das Sportzentrum während der Spiele der Volleyballerinen den Spitznamen "Hexenkessel".

Die Prioritäten im Privatleben vieler Menschen haben sich verändert. Smartphone, Konsolen und das Internet stehen im Fokus vieler Jugendlichen, dies macht sich auch an den Mitgliederzahlen bemerkbar.

2014 entscheidet sich unser Verein zusammen mit sieben weiteren Emder Sportvereinen den Eintracht Emden Jugendfussallverein zu gründen. Die A-, B- und C-Jugendlichen unseres Vereins spielen ab sofort für die Eintracht, so sollen unterschiedliche Leistungsstäken besser berücksichtigt werden. In der Vergangenheit war es Blau-Weiß nicht mehr eigenständig möglich in jedem Jahrgang eine Mannschaft zu stellen.

Die Tischtennisabteilung wuchs hingegen weiter an und insbesondere die Jugendarbeit ist in dieser Abteilung vorbildlich.

Unsere 1. Fußballmannschaft erringt die Vizemeisterschaft in der Bezirkslia-Saison 2014/15. Verzichtet aber aus verschiedenen Gründen auf den Aufstieg in die Landesliga.

Fitness-Kurse wie Zumba und Step-Aerobic werden in den Gymnastikräumen des Sportzentrums angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Tim Kruithoff übernimmt

Am 12.05.2017 wird Tim Kruithoff bei der Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden und Nachfolger von Heidrun Burfeind gewählt.

Durch seine positive und motivierende Art, gelingt es Kruithoff im Verein eine Aufruchstimmung zu erzeugen. Die Vereinsgaststätte, die bisher stets verpachtet wurde, wird nun in Eigenregie geführt. Die so genannte Thekencrew, bestehend aus bis zu 40 Mitgliedern, kümmert sich täglich um die Bewirtung der Sportler und Gäste. Die ehrenamtliche Arbeit bringt dem Verein zusätzliche Einnahmen und schweißt den Verein weiter zusammen.

Auf Anregung einiger Mitglieder wird eine Basketball-Sparte gegründet, die zunächst mit einer Rollstuhlbasketballsparte gestartet ist. Mittlerweile sind auch mehrere Jugendmannschaften für Blau-Weiß im Basketball aktiv.

Blau Weiß Borssum tritt in dieser Zeit wieder vermehrt nicht nur als Sportverein, sondern auch als Kultur- und Heimatverein in Erscheinung. Durch viele Veranstaltungen und Aktivitäten außerhalb des Sports wird Blau Weiß eine Begegnungsstätte für alle Borssumer.

Das "Borssumer Vereinsbladdje" wird 2018 erstmals erstellt und alle Borssumer Haushalte verteilt, in diesem stellen sich die verschiedenen Sparten und Abteilungen des Vereins vor.

Da sich der Dart-Sport bundesweit immer größerer Beliebtheit erfreut, wird dieser Sport 2018 auch erstmals in unseem Verien angeboten. Zu diesem Zweck wurden drei Dartautomaten im Sportheim aufgestellt.

Gegenwart

Aufgrund seinr Kandidatur zum Oberbürgermeister der Stadt Emden steht Tim Kruithoff nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung. Am 10. Mai 2019 wird Dietmar Groenhagen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im Oktober des gleichen Jahres wird Tim Kruithoff mit überwältigender Mehrheit zum Oberbürgermeister der Stadt Emden gewählt.

Im März 2022 wird die Außentreppe zum Sportheim erneuert und zeitgleich mit einem Sessellift ausgestattet, so können ältere und körperlich eingeschränkte Mitglieder besser am Vereinsleben teilnehmen.

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