Der Hexenkessel wurde wieder zum Brodelnbracht und die Volleyballfans waren außer sich vor Freude: Die Verbandsligistinnen von Blau-Weiß Borssum haben es am vergangenen Samstag in der Sporthalle in Borssum wieder allen gezeigt, was in ihnen steckt. Beide Heimspiele gewannen die Emderinnen deutlich mit jeweils 3:0. Und das, obwohl sie personell etwas gebeutelt zum einen gegen den Tabellenletzten, FC 47 Leschede II, und zum anderen gegen den Tabellenführer aus Cappeln spielen mussten.

Alleine die einzelnen Sätze sprechen am Ende eine eindeutige Sprache. „Im ersten Spiel gegen Leschede kamen wir anfangs schwer ins Spiel, denn wir haben viele Aufschläge quasi verschlagen”, so BWB-Trainer Nils Ciach. Deshalb ging der erste Satz mit 25:19 recht knapp an die Blau-Weißen. Der zweite Satz verlief so, wie er sein sollte. Ziemlich eindeutig schnappten sich die Borssumerinnen auch diesen mit 25:9. Und im dritten und alles entscheidenden Satz lag BWB zuerst mit 8:14 zurück. „Und dann kam von Sara Hoogstraat und Maren Wehrmann-de Boer eine regelrechte Aufschlagserie, so dass wir den Satz mit 25:16 noch gewannen”, so Ciach, der sich über den Sieg sehr freute.

Das zweite sollte eigentlich dann auch das schwerste Spiel für die Volleyballerinnen aus Borssum werden. Denn der Tabellenerste aus Cappeln wartete. Obwohl den Blau-Weißen schon das erste Spiel einiges abverlangte, wurden sie durch die gute Stimmung in der Sporthalle zu Höchstleistungen animiert. „Wir waren erst etwas müde vom vorherigen Spiel, aber am Ende konnten wir uns absetzen. Kein Wunder, wir wurden auch tatkräftig von dem Publikum gepusht”, so Borssums Trainer.

Den ersten Satz holten sich die BWB-Frauen mit 25:18. Es war eine sehr knappe Angelegenheit und auch in den weiteren Sätzen mussten die Seehafenstädterinnen alles geben. Und das haben sie: Der zweite Satz (25:22) zeigt, wie sehr Blau-Weiß gekämpft hat. „Vor allem haben wir das auch Carolin de Vries zu verdanken. Denn sie legte eine wahre Aufschlagserie hin und brachte letzten Endes die Sätze nach Hause”, so Ciach weiter.

Der dritte Satz ging ebenfalls zugunsten BWB (25:14). „Kristina Müller war im dritten Satz sehr angeschlagen, aber wir haben als Mannschaft an einem Strang gezogen.” Zudem sei das Ergebnis auch gute Werbung für den Borssumer Volleyball gewesen. „Es war einfach ein geiler Spieltag”, resümierte Ciach den Samstag noch einmal.

Vor dem Spieltag waren schon einige Spielerinnen etwas angeschlagen, aber die Borssumerinnen bekamen Verstärkung von den Vereinsschwestern aus der Zweiten. Auf jeden Fall kamen die Volleyballfans wieder voll auf ihre Kosten. Durch die zwei Siege katapultierte sich Borssum auf Platz sechs und mit den sechs erreichten Punkten. Gleichzeitig stürzen sie mit dem Sieg gegen Cappeln den Tabellenführer auf den dritten Platz. Trotz der schweren Aufgabe gegen Cappeln wusste den Emder Coach um die Power seiner Mannschaft, vor allem um deren Heimstärke. In zwei Wochen geht es für Blau-Weiß Borssum auswärts weiter. Der nächste Gegner heißt: SV Alemannia Salzbergen. Die stehen derzeit auf dem neunten Platz – eine Partie, die zu schaffen sein müsste.

Blau-Weiß Borssum: Sara Hoogstraat, Maren Wehrmann-de Boer, Karina Deepen, Anke Dehne, Carolin de Vries, Lena van Scharrel, Karlotta Lange, Yasmin Cornelius, Christine Brand, Kristina Müller, Janna Wilhelmi, Neele Reinhardt

 

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