Nach sechs makellosen Spielen mussten wir an diesem Wochenende erstmals eine Niederlage hinnehmen. Beim TV Schledehausen unterlagen wir trotz großem Willen mit 1:3 – ein Ergebnis, das vor allem auf die außergewöhnlichen Voraussetzungen für uns an diesem Tag zurückzuführen ist.
Bevor wir überhaupt Richtung Osnabrück losfuhren, war klar: Es wird ein extrem schweres Match. Zwei kurzfristige Ausfälle und mehrere verhinderte Spielerinnen sorgten dafür, dass unser ursprünglicher Matchplan komplett über den Haufen geworfen wurde. Wir mussten uns neu sortieren, improvisieren und in einer Konstellation zusammen spielen, die bislang so noch nicht auf dem Feld gestanden hat.
Trotz aller Widrigkeiten haben wir aufopferungsvoll gekämpft. Mehrere Spielerinnen gingen obendrein angeschlagen ins Spiel, bissen die Zähne zusammen und gaben alles, was möglich war. Gleichzeitig sprang der Rest des Teams flexibel ein und übernahm wichtige Rollen, die sonst anders verteilt sind. Eine starke Teamleistung – auch wenn es am Ende nicht für Punkte reichte.
Spielverlauf
Wir lagen im ersten Satz fast durchgehend hinten, zeigten am Ende aber richtig starke Nerven und drehten den Durchgang noch mit 25:23 – ein beeindruckender Start trotz aller Umstände.
Im zweiten Satz machte sich das fehlende Personal sichtlich bemerkbar. Schledehausen nutzte unsere Fehler und Abstimmungsprobleme konsequent aus und glich aus.
Mit zunehmender Spieldauer wurde es in den Sätzen 3 und 4 immer schwieriger, die Belastung zu kompensieren. Unser Gegner spielte mutig und effektiv, während uns in einigen Situationen die Kraft und vielleicht auch die Oberliga-Erfahrung noch fehlte.
Aber: Trotz der Niederlage bleiben wir Spitzenreiter in der Oberliga.
Die Serie ist gerissen, aber unser Weg geht weiter. Wir stehen zusammen, lernen dazu und greifen in 3 Wochen beim SCU Emlichheim III wieder an.